Dell spekulative Empfehlung
07.07.99 00:00
Finanzen online
Für die Analysten des Magazins „Finanzen online“ sind die Aktien der Dell Computer Corporation (WKN 875403, DELL) die spekulative Empfehlung der Woche.
Die gesamte PC-Hardware-Industrie werde Dell quasi auf dem Tablett serviert. PCs, Notebooks, Netzwerk-Server, Peripheriegeräte und Software vertreibe die dynamische Firma aus Texas seit 16 Jahren mit wachsendem Erfolg.
Mit 13 Jahren bereits ein erfolgreicher Geschäftsmann, fand der heutige Konzernchef Michael Dell auch neben seinem Medizinstudium Zeit, Hardware für IBM-PCs per Zeitungsannoncen zu verkaufen. Als er 1984 monatlich über USD 80.000 Umsatz generierte, brach er sein Studium ab und verkaufte fortan selbst zusammengestellte PCs direkt an den Endverbraucher. Durch die Umgehung des Zwischenhandels konnte Dell seine PCs um 40 Prozent günstiger anbieten als IBM.
Aus dem kleinen Unternehmen wurde in den letzten 15 Jahren ein hocheffizient arbeitender Konzern mit einem Jahresumsatz von USD 18,2 Mrd. Dells Erfolgsrezept ist die Ausschaltung des Einzelhandels, erstklassiger und kundenorientierter Service, flexible und schnelle Reaktion auf Marktveränderungen und eine sog. „Built-to-order”-Strategie. Das bedeutet, daß PCs erst zusammengestellt werden, wenn ein definitiver Kundenauftrag vorliegt. Die Konsequenz: Praktisch keine Lagerhaltung und flexible Anpassung an Neuerungen oder Preisänderungen.
Weitere Punkte in Dells Strategie waren die Konzentration auf Behörden und Großunternehmen (mit Boeing hat Dell soeben einen Liefervertrag für Hardware und Dienstleistungen für die kommenden drei Jahre abgeschlossen) - sie machen etwa 85 Prozent des Gesamtumsatzes aus - und die frühzeitige Nutzung der Möglichkeiten des Internets. Über die auf 50 verschiedene Länder spezifizierte Web-Site wickelt täglich Dell USD 18 Mio. Umsatz ab! Im ersten Quartal 2000 erwartet Dell einen Umsatz von USD 1,6 Mrd. aus den Internet-Geschäften; im Gesamtjahr 2000 soll die Hälfte aller Transaktionen online abgewickelt werden. Im darauffolgenden Jahr will Dell rund USD 10 Mrd. aus den online-"Professional Services" generieren.
Nachdem im Mai die Aktienkurse von Dell kräftig nachgegeben hatten (die überzogenen Erwartungen der Analysten konnten nicht voll erfüllt werden), kündigte Michael Dell an, daß sein Unternehmen den Umsatz in den nächsten Jahren verdreifachen könne. Unter günstigen Umständen werde Dell innerhalb von fünf Jahren den Umsatz sogar auf USD 90 Mrd. steigern können. Bislang trauen die Experten den optimistischen Prognosen noch nicht so recht - aber bislang waren es meist die Analysten die überzogene Erwartungen hatten, während Dell seine Prognosen in der Regel erfüllen konnte.
Mitte Juni leitete der Konzern die Anfangsphase eines europaweiten kostenlosen Internet-Services ein. Damit ist Dell der erste Computerhersteller, der auf den Zug des gebührenfreien Internet-Zugangs aufspringt. Die DellNet-Initiative erfolgte im Anschluß an den Versuch des britischen Einzelhändlers Kingfisher, einen kostenlosen Internet-Service in ganz Europa anzubieten. Zwar ist die Konkurrenz in Deutschland und Frankreich, wo DellNet startet, mit der Deutschen Telekom und der France Telecom sehr stark, jedoch wird inzwischen auch dort das Bezahlungsmodell immer mehr in Frage gestellt.
Dell wuchs beim Gewinn in den vergangenen fünf Jahren mit 82,7 Prozent (!) jährlich - damit sei die Aktie auf dem aktuellen Kursniveau mit einem KGV von 38 (Basis 2001) ausgesprochen günstig bewertet. Bei einem Discount von 35 Prozent zum Allzeithoch vom Januar erscheine ein Einstieg daher jetzt erfolgversprechend, so die Analysten.
Analysten-Ratings für Dell:
Bear, Stearns & Co - buy
Merrill Lynch - near-term accumulate
ING Barings - buy
CSFB - strong buy
SG Cowen - buy
Dell Computer in Zahlen:
Jahr Umsatz (in Mrd. USD) Gewinn/Aktie (in USD) KGV
1997 7,76 0,17 217,6
1998 12,33 0,32 115,6
1999 18,24 0,53 69,8
2000e 26,00 0,73 50,7
2001e 40,00 0,98 37,8
Am Dienstag schloß der Kurs der Dell-Aktie mit einem leichten Minus von USD 1/8 oder 0,37 Prozent bei USD 37.
Die gesamte PC-Hardware-Industrie werde Dell quasi auf dem Tablett serviert. PCs, Notebooks, Netzwerk-Server, Peripheriegeräte und Software vertreibe die dynamische Firma aus Texas seit 16 Jahren mit wachsendem Erfolg.
Mit 13 Jahren bereits ein erfolgreicher Geschäftsmann, fand der heutige Konzernchef Michael Dell auch neben seinem Medizinstudium Zeit, Hardware für IBM-PCs per Zeitungsannoncen zu verkaufen. Als er 1984 monatlich über USD 80.000 Umsatz generierte, brach er sein Studium ab und verkaufte fortan selbst zusammengestellte PCs direkt an den Endverbraucher. Durch die Umgehung des Zwischenhandels konnte Dell seine PCs um 40 Prozent günstiger anbieten als IBM.
Aus dem kleinen Unternehmen wurde in den letzten 15 Jahren ein hocheffizient arbeitender Konzern mit einem Jahresumsatz von USD 18,2 Mrd. Dells Erfolgsrezept ist die Ausschaltung des Einzelhandels, erstklassiger und kundenorientierter Service, flexible und schnelle Reaktion auf Marktveränderungen und eine sog. „Built-to-order”-Strategie. Das bedeutet, daß PCs erst zusammengestellt werden, wenn ein definitiver Kundenauftrag vorliegt. Die Konsequenz: Praktisch keine Lagerhaltung und flexible Anpassung an Neuerungen oder Preisänderungen.
Weitere Punkte in Dells Strategie waren die Konzentration auf Behörden und Großunternehmen (mit Boeing hat Dell soeben einen Liefervertrag für Hardware und Dienstleistungen für die kommenden drei Jahre abgeschlossen) - sie machen etwa 85 Prozent des Gesamtumsatzes aus - und die frühzeitige Nutzung der Möglichkeiten des Internets. Über die auf 50 verschiedene Länder spezifizierte Web-Site wickelt täglich Dell USD 18 Mio. Umsatz ab! Im ersten Quartal 2000 erwartet Dell einen Umsatz von USD 1,6 Mrd. aus den Internet-Geschäften; im Gesamtjahr 2000 soll die Hälfte aller Transaktionen online abgewickelt werden. Im darauffolgenden Jahr will Dell rund USD 10 Mrd. aus den online-"Professional Services" generieren.
Mitte Juni leitete der Konzern die Anfangsphase eines europaweiten kostenlosen Internet-Services ein. Damit ist Dell der erste Computerhersteller, der auf den Zug des gebührenfreien Internet-Zugangs aufspringt. Die DellNet-Initiative erfolgte im Anschluß an den Versuch des britischen Einzelhändlers Kingfisher, einen kostenlosen Internet-Service in ganz Europa anzubieten. Zwar ist die Konkurrenz in Deutschland und Frankreich, wo DellNet startet, mit der Deutschen Telekom und der France Telecom sehr stark, jedoch wird inzwischen auch dort das Bezahlungsmodell immer mehr in Frage gestellt.
Dell wuchs beim Gewinn in den vergangenen fünf Jahren mit 82,7 Prozent (!) jährlich - damit sei die Aktie auf dem aktuellen Kursniveau mit einem KGV von 38 (Basis 2001) ausgesprochen günstig bewertet. Bei einem Discount von 35 Prozent zum Allzeithoch vom Januar erscheine ein Einstieg daher jetzt erfolgversprechend, so die Analysten.
Analysten-Ratings für Dell:
Bear, Stearns & Co - buy
Merrill Lynch - near-term accumulate
ING Barings - buy
CSFB - strong buy
SG Cowen - buy
Dell Computer in Zahlen:
Jahr Umsatz (in Mrd. USD) Gewinn/Aktie (in USD) KGV
1997 7,76 0,17 217,6
1998 12,33 0,32 115,6
1999 18,24 0,53 69,8
2000e 26,00 0,73 50,7
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