Deflation das neue Schreckgespenst
21.10.02 14:11
BoersenMan.de
Es gibt ein neues Schreckgespenst in der deutschen Wirtschaft, und es heißt Deflation, berichten die Experten von "BoersenMan.de".
Deflation, das sei das Gegenteil von Inflation. Die Preise stiegen nicht immer weiter, sie würden sinken und sinken. Auch wenn fallende Preise augenscheinlich gut für die Verbraucher seien: Sie seien Gift für die wirtschaftliche Entwicklung. Und die neue Regierung halte nicht dagegen: Sie wolle weiter Steuern erhöhen und weiter sparen - damit also die Nachfrage abwürgen.
Streiken die Käufer, müssten Unternehmen Mitarbeiter entlassen oder die Löhne senken. Damit hätten die Arbeitnehmer weniger Geld in der Tasche und würden weiter sparen - die Abwärtsspirale setze sich fort. Mit niedrigen Zinsen habe sich die Deflation verhindern lassen. Aber: Während die amerikanische Zentralbank ihre Zinsen in den letzten zwei Jahren um fast 5 Prozent gesenkt habe, habe die europäische Zentralbank dies nur um 1,5 Prozent getan.
Was Deflation bedeute, sehe man am Beispiel Japan. Hier fielen die Preise seit 36 Monaten. Die Japaner würden mit der Anschaffung eines neuen Videorekorders warten, weil sie wissen, dass er bald noch billiger zu haben sei. Folge: Unternehmen ohne Umsätze und ohne Geld, fällige Kredite zu bedienen. Inzwischen stehe das japanische Bankensystem vor dem Kollaps. Die Aktienkurse fielen seit 10 Jahren. Japan habe keine Inflationsrate mehr, sondern eine Deflationsrate. Jedes Jahr würden die Verbraucherpreise um rund 1,5 Prozent sinken.
Deflation, das sei das Gegenteil von Inflation. Die Preise stiegen nicht immer weiter, sie würden sinken und sinken. Auch wenn fallende Preise augenscheinlich gut für die Verbraucher seien: Sie seien Gift für die wirtschaftliche Entwicklung. Und die neue Regierung halte nicht dagegen: Sie wolle weiter Steuern erhöhen und weiter sparen - damit also die Nachfrage abwürgen.
Streiken die Käufer, müssten Unternehmen Mitarbeiter entlassen oder die Löhne senken. Damit hätten die Arbeitnehmer weniger Geld in der Tasche und würden weiter sparen - die Abwärtsspirale setze sich fort. Mit niedrigen Zinsen habe sich die Deflation verhindern lassen. Aber: Während die amerikanische Zentralbank ihre Zinsen in den letzten zwei Jahren um fast 5 Prozent gesenkt habe, habe die europäische Zentralbank dies nur um 1,5 Prozent getan.
Was Deflation bedeute, sehe man am Beispiel Japan. Hier fielen die Preise seit 36 Monaten. Die Japaner würden mit der Anschaffung eines neuen Videorekorders warten, weil sie wissen, dass er bald noch billiger zu haben sei. Folge: Unternehmen ohne Umsätze und ohne Geld, fällige Kredite zu bedienen. Inzwischen stehe das japanische Bankensystem vor dem Kollaps. Die Aktienkurse fielen seit 10 Jahren. Japan habe keine Inflationsrate mehr, sondern eine Deflationsrate. Jedes Jahr würden die Verbraucherpreise um rund 1,5 Prozent sinken.
