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Mo, 27. April 2026, 21:44 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX die letzten Wochen waren sehr kräftezehrend


08.06.11 15:51
Bankhaus Ellwanger & Geiger

Stuttgart (aktiencheck.de AG) - Nachdem es in den letzten Tagen zu extremen Kursverlusten bei den Versorgungsunternehmen kam, waren es gerade E.ON (ISIN DE000ENAG999 / WKN ENAG99) und RWE, die nun den DAX stützen konnten und ihn leicht nach oben zogen, so die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.

Die letzten Wochen seien für den DAX sehr kräftezehrend gewesen, sodass die Performance, vom Jahresanfang aus betrachtet, nur noch bei 2 Prozent liege. Obwohl der Finanzminister immer wieder in der Griechenlandfrage auf einen Mitverantwortlichen, nämlich den privaten Gläubiger, schiele und somit die Rentenmärkte verunsichere, seien die Zahlen in den USA nach wie vor so wenig ermutigend, dass die Anleger doch die europäischen Investments vorziehen würden. Dies sei auch deutlich an dem unverändert starken Euro zum Dollar zu sehen. Allerdings sei dies der einzige positive Effekt, denn die Aktienmärkte dürften sich von der Abschwächung der US-Konjunktur beeindrucken lassen und eher wieder schwächer tendieren.

US-FED-Chef Bernanke gieße zusätzlich Öl ins Feuer. Seinen Worten zufolge habe die amerikanische Konjunktur stark an Fahrt verloren. Damit rücke auch das "Beige Book" mit dem Konjunkturbericht wieder in den Vordergrund.

Die Indices würden noch ein stabiles Bild zeigen. Der DAX habe nach wie vor die wichtige Unterstützungsmarke von 7.000 Punkten halten können. Nur ein Durchbrechen würde ein Alarmsignal mit sich bringen. Der Spielraum nach oben bleibe aber weiterhin stark begrenzt. Etwas kritischer sehe es beim EURO STOXX 50 aus, hier habe die Linie von 2.550 Punkten nicht halten können. Ein Rückschlag bis 2.450 Punkten wäre somit möglich. In seinem Seitwärtsfenster befinde sich weiterhin der Dow Jones-Index. Hier habe die Unterstützungslinie von 12.000 Punkten noch gehalten.

Unabhängig vom schwierigen Umfeld für die Aktieninvestoren zeige sich der Rentenmarkt ebenfalls von seiner negativen Seite. Nach den Kursverlusten vieler Staatsanleihen und der Flucht in sichere Bundestitel werde nun die nächste Sitzung der EZB mit Spannung erwartet. Die Investoren würden sehr stark darauf achten, ob EZB-Präsident Trichet die Formulierung "hohe Wachsamkeit" verwenden werde und damit signalisiere, dass zur Juli-Sitzung eine weitere Zinssatzerhöhung vorgenommen werde. Eine Erhöhung sei sicherlich sinnvoll, allerdings werde diese nicht zu einer Beruhigung der Schuldnerländer beitragen. Insofern würden auch die Konjunkturpessimisten zurzeit an Gewicht gewinnen und mit ihren Aussagen, dass die USA vor einer neuen Schwächephase stehen würden, an den Aktienmärkten für weitere Gewinnmitnahmen sorgen.

Entscheidend werde sein, ob der DAX die 7.000-Punkte-Marke halten könne. Ansonsten seien die nächsten Unterstützungslinien bei 6.850 Punkten und dann erst wieder bei 6.550 Punkten. Dies entspräche dem Rückschlag vom März dieses Jahres nach dem Atomunglück in Japan. Die Aktienanleger sollten deshalb eher eine abwartende Haltung einnehmen beziehungsweise nur in defensiven Branchen investieren. Dazu würden sicherlich auch die alternativen Energien gehören, die ihren Schwerpunkt bei der Stromerzeugung in Wasserkraftwerken sehen würden, wie z. B. der österreichische Verbund, die Schweizer RePower, das finnische Unternehmen Fortum oder in Brasilien die CIA Energetica. (08.06.2011/ac/a/m)





 
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