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DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX das Schlimmste scheint vorbei zu sein


10.08.11 12:26
Bankhaus Ellwanger & Geiger

Stuttgart (aktiencheck.de AG) - Infolge der Nachwirkungen der Bonitätsherabstufung der USA-Schulden auf "AA+" durch die Ratingagentur S&P markierte der deutsche Aktienindex DAX mit dem zehnten Verlusttag in Folge einen neuen Rekord. Zumindest deutet der Kursverlauf des zehnten Verlusttages darauf hin, dass der Schluss-Sell-off hinter uns liegt, so die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.

Die massiven Intraday-Verluste von zeitweise -7 Prozent hätten nahezu vollständig aufgeholt werden können. Stützungskäufe von Staatsfonds in Asien und Käufe großer Fonds hätten unter anderem den großen Absturz an diesem Tag verhindert. Die US-amerikanischen Börsen hätten danach zunächst sehr verschnupft auf die Weigerung der FED reagiert, ein neues Staatsanleihen-Kaufprogramm aufzulegen, hätten aber deutlich ins Plus gedreht, nachdem die Ankündigung der FED, ihre Leitzinsen bis 2013 bei nahe null zu belassen, für Beruhigung gesorgt habe.

Diese Erholung habe sich in Asien und Europa fortgesetzt, sodass es nun zu einer Verschnaufpause kommen könne. Nach Meinung der Analysten sei eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums, mit der schon seit Längerem gerechnet werde, nun in den Kursen enthalten. Eine massive "Weltrezession" sei nicht in Sicht, daher dürfte der Abwärtsdruck an den Märkten etwas nachlassen. Die Angst davor werde aber, wenn auch etwas vermindert, die nächsten Wochen bestimmen. Hauptprobleme würden nach wie vor die ungelösten Schuldenprobleme in den USA und Europa sowie die Inflationstendenzen in wichtigen Märkten wie China und Indien bleiben. Die Flutung der Finanzmärkte mit weiterem Geld sorge kurzfristig für Entspannung, löse aber nicht die strukturellen Probleme.

Die Marktteilnehmer würden weiterhin mit Argusaugen jede Wirtschaftsnachricht aus den USA dahingehend prüfen, inwieweit ein Rückfall in die Rezession verhindert werden könne. Unabdingbar sei eine schnelle Lösung der Schuldenkrise in Europa. Die Unstimmigkeiten innerhalb der europäischen Staaten und äußerst unprofessionelle Aussagen wichtiger Protagonisten würden die Lage eher verschärfen, als dass sie zur Beruhigung beitragen würden. Die Hoffnungen auf einen ruhigen Sommer scheinen daher zu trügen, so die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.

Für langfristig orientierte Investoren würden sich auf dem gedrückten Kursniveau Einstiegschancen bieten. Die nächsten Tage müssten aber erst zeigen, ob die Irrationalität vieler Marktteilnehmer ganz gewichen sei. Kurzfristig orientierten Anlegern würden sich bei diesen Volatilitäten gute Chancen bieten, der hohen Risiken kurzfristig starker Schwankungen bzw. Kursrückgänge müsse man sich aber bewusst sein. (10.08.2011/ac/a/m)




 
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