Commerzbank Outperformer
06.11.06 12:50
LRP
Mainz (aktiencheck.de AG) - Olaf Kayser, Analyst der LRP Landesbank Rheinland-Pfalz, bewertet die Aktie der Commerzbank weiterhin mit dem Rating "Outperformer".
Eine zusätzliche Risikovorsorge von 293 Mio. Euro zwecks Harmonisierung der Bewertungsstandards im Privatkundengeschäft von Commerzbank und Eurohypo habe in Q3 einen Rückgang im operativen Ergebnis der Commerzbank von 32% auf 337 Mio. Euro verursacht. Bereinigt um diesen Einmaleffekt wäre das Betriebsergebnis um 28% gestiegen (verglichen mit einer Pro-forma-Darstellung, die die Eurohypo bereits in Q3/05 integriere). Damit habe das Betriebsergebnis im Rahmen der Markterwartungen gelegen.
Zwar sei das Handelsergebnis deutlich unter den ersten beiden Quartalen geblieben, allerdings habe dies durch die positive Entwicklung beim Zins- und Provisionsüberschuss kompensiert werden können, weshalb man insgesamt von einer verbesserten Ergebnisqualität sprechen könne. Hinzukomme, dass das Handelsergebnis durch Verluste aus Derivaten in Höhe von 93 Mio. Euro belastet worden sei, die zu Hedging-Zwecken gedient hätten. Die entsprechende Höherbewertung der Gegenposition habe nicht ausgewiesen werden können, da es sich um nicht-börsennotierte Schuldverschreibungen gehandelt habe. Folglich habe die Commerzbank in Q3 Reserven gebildet, von deren Auflösung die Ergebnisse der nächsten Quartale profitieren dürften.
Eine weitere Restrukturierungsrückstellung von 50 Mio. Euro in Q4/06 sowie die etwas unter ihren Erwartungen ausgefallenen Q3-Ergebnisse würden die Analysten der LRP zu einer Reduzierung der Gewinnschätzungen veranlassen. Zwar wäre das Q3-Ergebnis ohne die Hedge-Verluste von 96 Mio. Euro, denen nicht ausgewiesene Reserven gegenüberstünden, sogar leicht über ihren Erwartungen ausgefallen. Allerdings sei nicht davon auszugehen, dass diese Reserven bereits komplett in Q4 aufgelöst würden, sondern dieser Prozess dürfte sich auf mehrere Quartale verteilen.
Die 50 Mio. Euro zusätzliche Restrukturierungsaufwendungen in Q4 würden aus verschiedenen Projekten resultieren: Ein Teil entfalle auf das Privatkundengeschäft für die Umsetzung der "Filiale der Zukunft". Im Asset Management erfordere die Bündelung der Aktivitäten bei der cominvest zusätzlichen Mehraufwand, und der restliche Teil entfalle auf IT-Projekte, die sämtliche Segmente betreffen würden. In der Rücknahme ihrer Gewinnschätzungen für 2007 und 2008 hätten die Analysten der LRP u. a. das schwierigere Marktumfeld durch die flache Zinsstrukturkurve berücksichtigt, das die Generierung von Erträgen im Treasury-Geschäft erschwere. Entsprechend ergebe sich ihre neue (alte) EPS-Schätzung: 2006e: 2,47 Euro (2,63 Euro), 2007e: 2,61 Euro (2,76 Euro), 2008e: 2,83 Euro (2,95 Euro).
Mit einem KGV (2007e) von 11,1 würden die Analysten der LRP die Aktie der Commerzbank noch nicht für zu hoch bewertet halten und noch weiteres Kurspotenzial sehen. Der faire Wert in ihrem Wertschöpfungsmodell habe sich nach der Anpassung der Gewinnschätzungen um 1 Euro auf 34 Euro reduziert.
Mit einem Kursziel von 34,00 Euro bis Ende 2007 stufen die Analysten der LRP die Aktie der Commerzbank unverändert mit "Outperformer" ein. (06.11.2006/ac/a/d)
Eine zusätzliche Risikovorsorge von 293 Mio. Euro zwecks Harmonisierung der Bewertungsstandards im Privatkundengeschäft von Commerzbank und Eurohypo habe in Q3 einen Rückgang im operativen Ergebnis der Commerzbank von 32% auf 337 Mio. Euro verursacht. Bereinigt um diesen Einmaleffekt wäre das Betriebsergebnis um 28% gestiegen (verglichen mit einer Pro-forma-Darstellung, die die Eurohypo bereits in Q3/05 integriere). Damit habe das Betriebsergebnis im Rahmen der Markterwartungen gelegen.
Zwar sei das Handelsergebnis deutlich unter den ersten beiden Quartalen geblieben, allerdings habe dies durch die positive Entwicklung beim Zins- und Provisionsüberschuss kompensiert werden können, weshalb man insgesamt von einer verbesserten Ergebnisqualität sprechen könne. Hinzukomme, dass das Handelsergebnis durch Verluste aus Derivaten in Höhe von 93 Mio. Euro belastet worden sei, die zu Hedging-Zwecken gedient hätten. Die entsprechende Höherbewertung der Gegenposition habe nicht ausgewiesen werden können, da es sich um nicht-börsennotierte Schuldverschreibungen gehandelt habe. Folglich habe die Commerzbank in Q3 Reserven gebildet, von deren Auflösung die Ergebnisse der nächsten Quartale profitieren dürften.
Die 50 Mio. Euro zusätzliche Restrukturierungsaufwendungen in Q4 würden aus verschiedenen Projekten resultieren: Ein Teil entfalle auf das Privatkundengeschäft für die Umsetzung der "Filiale der Zukunft". Im Asset Management erfordere die Bündelung der Aktivitäten bei der cominvest zusätzlichen Mehraufwand, und der restliche Teil entfalle auf IT-Projekte, die sämtliche Segmente betreffen würden. In der Rücknahme ihrer Gewinnschätzungen für 2007 und 2008 hätten die Analysten der LRP u. a. das schwierigere Marktumfeld durch die flache Zinsstrukturkurve berücksichtigt, das die Generierung von Erträgen im Treasury-Geschäft erschwere. Entsprechend ergebe sich ihre neue (alte) EPS-Schätzung: 2006e: 2,47 Euro (2,63 Euro), 2007e: 2,61 Euro (2,76 Euro), 2008e: 2,83 Euro (2,95 Euro).
Mit einem KGV (2007e) von 11,1 würden die Analysten der LRP die Aktie der Commerzbank noch nicht für zu hoch bewertet halten und noch weiteres Kurspotenzial sehen. Der faire Wert in ihrem Wertschöpfungsmodell habe sich nach der Anpassung der Gewinnschätzungen um 1 Euro auf 34 Euro reduziert.
Mit einem Kursziel von 34,00 Euro bis Ende 2007 stufen die Analysten der LRP die Aktie der Commerzbank unverändert mit "Outperformer" ein. (06.11.2006/ac/a/d)
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