China Einkaufsmanagerindices im Fokus
03.03.11 12:21
RZB Österreich
Wien (aktiencheck.de AG) - Im Fokus diese Woche standen ohne Zweifel die Einkaufsmanagerindices (PMIs), berichten die Analysten der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB Österreich).
Für China sei der Trend eindeutig: Sowohl der national berechnete Indikator als auch jener, der von Markit berechnet werde, würden nach unten zeigen und somit eine Konjunkturabkühlung andeuten. Allerdings mit einigen Nuancen Unterschieden: Der nationale Index sei von 52,9 auf 52,2 zurückgegangen, der niedrigste Wert seit sechs Monaten. Jener von Markit sei markanter, von 54,4 auf 51,7 und somit auf den tiefsten Stand seit sieben Monaten und unter dem langfristigen Trend von 52,3 zurückgefallen.
Unterschiede gebe es auch bei den Subindikatoren: Im Unterschied zum nationalen Index, sei der Subindikator der Inputpreise auf ein 3-Monats-Hoch gestiegen, während der Indikator für Neuaufträge einen Rückschlag verzeichnet habe. Im derzeitigen Umfeld, in dem die Inflationsangst den Ton angebe, wären diese Daten nicht unbedingt negativ zu interpretieren. Eine moderatere Konjunkturentwicklung, wie sie die Einkaufsmanagerindices indizieren würden, würde auch die Inflationserwartungen dämpfen.
Spannend werde vielmehr die Frage, wie lange und wie tief die Vorlaufindikatoren noch fallen könnten. Ein positives Argument, welches der momentanen Situation ebenfalls abgerungen werden kann: Die restriktiven geldpolitischen Maßnahmen scheinen allmählich zu greifen, so die Analysten der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG.
Am anderen Ende der Skala stehe die Inflationsthematik: neben höheren Nahrungsmittelpreisen, dürfte sich auch der gestiegene Ölpreis im Zuge der Konflikte im arabischen Raum niederschlagen. China sei im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern auch aufgrund der Abhängigkeit von Kohle und der geringeren Ölintensität des Outputs weniger inflationsanfällig.
Die Protestwelle im arabischen Raum habe jedenfalls auch in China dazu geführt, dass die Rute ins Fenster gestellt werde; neben Aussagen wie - Proteste im Keim zu ersticken - bemühe sich Chinas Regierung um soziale Gerechtigkeit und Probleme wie Inflation rechtzeitig bekämpfen zu wollen: Steigende Preise seien in der Vergangenheit oft mit sozialen Unruhen einhergegangen.
Mr. Ping, Chef der Refomkomission (NDRC) habe jedenfalls verlautbaren lassen, dass die Preise "grundsätzlich" stabil seien. Eine stärkere Aufwertung werde dennoch als eine weitere Maßnahme infrage kommen, um importierte Inflation zu begegnen. Seit Juni 2010 habe der Yuan zum USD um 3,8% aufgewertet. Laut offshore forward Investoren werde von einer Aufwertung von lediglich 2,4% auf Jahressicht ausgegangen. Je stärker die Inflation steige, desto stärker werde aber der Aufwertungstrend des Yuan ausfallen. (03.03.2011/ac/a/m)
Für China sei der Trend eindeutig: Sowohl der national berechnete Indikator als auch jener, der von Markit berechnet werde, würden nach unten zeigen und somit eine Konjunkturabkühlung andeuten. Allerdings mit einigen Nuancen Unterschieden: Der nationale Index sei von 52,9 auf 52,2 zurückgegangen, der niedrigste Wert seit sechs Monaten. Jener von Markit sei markanter, von 54,4 auf 51,7 und somit auf den tiefsten Stand seit sieben Monaten und unter dem langfristigen Trend von 52,3 zurückgefallen.
Unterschiede gebe es auch bei den Subindikatoren: Im Unterschied zum nationalen Index, sei der Subindikator der Inputpreise auf ein 3-Monats-Hoch gestiegen, während der Indikator für Neuaufträge einen Rückschlag verzeichnet habe. Im derzeitigen Umfeld, in dem die Inflationsangst den Ton angebe, wären diese Daten nicht unbedingt negativ zu interpretieren. Eine moderatere Konjunkturentwicklung, wie sie die Einkaufsmanagerindices indizieren würden, würde auch die Inflationserwartungen dämpfen.
Am anderen Ende der Skala stehe die Inflationsthematik: neben höheren Nahrungsmittelpreisen, dürfte sich auch der gestiegene Ölpreis im Zuge der Konflikte im arabischen Raum niederschlagen. China sei im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern auch aufgrund der Abhängigkeit von Kohle und der geringeren Ölintensität des Outputs weniger inflationsanfällig.
Die Protestwelle im arabischen Raum habe jedenfalls auch in China dazu geführt, dass die Rute ins Fenster gestellt werde; neben Aussagen wie - Proteste im Keim zu ersticken - bemühe sich Chinas Regierung um soziale Gerechtigkeit und Probleme wie Inflation rechtzeitig bekämpfen zu wollen: Steigende Preise seien in der Vergangenheit oft mit sozialen Unruhen einhergegangen.
Mr. Ping, Chef der Refomkomission (NDRC) habe jedenfalls verlautbaren lassen, dass die Preise "grundsätzlich" stabil seien. Eine stärkere Aufwertung werde dennoch als eine weitere Maßnahme infrage kommen, um importierte Inflation zu begegnen. Seit Juni 2010 habe der Yuan zum USD um 3,8% aufgewertet. Laut offshore forward Investoren werde von einer Aufwertung von lediglich 2,4% auf Jahressicht ausgegangen. Je stärker die Inflation steige, desto stärker werde aber der Aufwertungstrend des Yuan ausfallen. (03.03.2011/ac/a/m)
