Allianz Outperformer
06.11.06 11:34
LRP
Mainz (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der LRP Landesbank Rheinland-Pfalz, Robert Mazzuoli, stuft die Aktie der Allianz unverändert mit dem Rating "Outperformer" ein.
Die Allianz habe mit ihren Zahlen zum dritten Quartal erneut die Markterwartungen übertroffen und in Folge die Guidance für das Gesamtjahr angehoben. Das Management erwarte nun ein operatives Ergebnis von über 9,5 Mrd. Euro, der Jahresüberschuss solle über 6 Mrd. Euro liegen. Eine höhere Dividende eventuell kombiniert mit einem Aktienrückkaufprogramm seien in Aussicht gestellt worden.
Hauptergebnisträger sei das Schaden/Unfall-Geschäft gewesen, aber auch das Ergebnis der Dresdner Bank habe über den Erwartungen der Analysten gelegen. Das Leben/Kranken-Segment habe bei den Prämieneinnahmen enttäuscht, dank einer verbesserten Effizienz habe aber das operative Ergebnis gesteigert werden können. Der Buchgewinn aus dem Verkauf von Four Seasons in Höhe von 300 Mio. Euro sei erwartet worden.
Der Geschäftsbereich Schaden/Unfall habe von einer sehr vorteilhaften Schadensentwicklung profitiert, was zu einer Verbesserung der Combined-Ratio auf 90,2% (Vorjahr 98,7%) geführt habe. Die stärksten Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr hätten erwartungsgemäß Fireman’s Fund und Allianz Global Corporate & Specialty verzeichnen können, da Großschäden durch Hurrikans in diesem Jahr ausgeblieben seien. Die Wachstumsregionen Neues Europa und Asia-Pacific hätten erneut ein zweistelliges Prämienwachstum aufweisen können.
Eine verbesserte Effizienz und ein deutliches Wachstum der Assets under Management hätten zu einer Steigerung des operativen Gewinns im Bereich Leben/Kranken geführt. Die Prämieneinnahmen seien jedoch stark rückläufig gewesen, was vor allem auf ein schwaches Vertriebsergebnis in den USA und Italien zurückzuführen sei. In den USA werde Allianz Life zukünftig mit der Sachversicherungstochter Fireman’s Fund unter einer Holding zusammengefasst, um die Corporate Governance zu verbessern. Das Produktangebot solle verbessert und neue Vertriebskanäle erschlossen werden.
Die Analysten würden im Laufe des nächsten Jahres eine langsame Verbesserung bei Allianz Life erwarten. In Italien stocke weiterhin der Vertrieb über die Bankenkooperationspartner. Auch hier würden alternative - und höhermargige - Vertriebskanäle ausgebaut. Während das Neugeschäftsvolumen rückläufig sei, sei die Neugeschäftsmarge in 9M06 auf 2,6% (2005: 2,3%) gestiegen.
Das Bankgeschäft - also vor allem die Dresdner Bank - habe von einer verbesserten Effizienz und weiteren Auflösungen von Rückstellungen für Kreditausfälle profitiert. Bewertungseffekte resultierend aus der IAS-39-Vorschrift hätten das Handelsergebnis mit 79 Mio. Euro belastet, während der Zinsüberschuss mit 44 Mio. Euro davon profitiert habe. Die Mittelzuflüsse im Asset Management hätten sich auf 9,7 Mrd. Euro (Q2 2006: 1,2 Mrd. Euro) erholt, vor allem getragen von der Fixed-Income-Seite.
Das Schlussquartal werde von drei Sondereffekten betroffen sein: Für die Dresdner Bank werde ein Restrukturierungsaufwand von 350 Mio. Euro verbucht werden. Der Buchgewinn aus der ICBC-Beteiligung in Milliardenhöhe werde das Eigenkapital erhöhen. Schließlich würden sich die Minderheitenanteile am Jahresüberschuss um 40-45 Mio. Euro reduzieren, da RAS mittlerweile mit der Allianz vollständig verschmolzen worden sei.
Die zahlreichen Effizienz- und Wachstumsprogramme sollten einen guten Schutz vor dem zunehmenden Konkurrenzdruck vor allem im Schaden/Unfall- und Bankgeschäft bieten. Die volle Wirkung dieser Initiativen werde sich erst 2008 voll entfalten, daher würde man weiteres Potenzial für den Aktienkurs sehen. Die Analysten hätten ihre EPS-Schätzungen angepasst und würden nun erwarten: 2006e: 14,77 Euro (13,66 Euro) - 2007e: 14,23 Euro (13,12 Euro) - 2008e: 14,54 Euro (13,90 Euro).
Die Analysten der LRP bestätigen ihr "Outperformer"-Rating für die Allianz-Aktie. Das neue Kursziel laute 165 Euro (157 Euro), die Analysten würden damit die Aktie mit einem Kurs-NAV-Multiple von 1,7 und einem KGV von 11,6, basierend auf ihren 2007-Schätzungen, bewerten. (06.11.2006/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen gehörte einem Konsortium an, das die innerhalb von fünf Jahren zeitlich letzte Emission von Wertpapieren der Gesellschaft übernommen hat. Weitere mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Die Allianz habe mit ihren Zahlen zum dritten Quartal erneut die Markterwartungen übertroffen und in Folge die Guidance für das Gesamtjahr angehoben. Das Management erwarte nun ein operatives Ergebnis von über 9,5 Mrd. Euro, der Jahresüberschuss solle über 6 Mrd. Euro liegen. Eine höhere Dividende eventuell kombiniert mit einem Aktienrückkaufprogramm seien in Aussicht gestellt worden.
Hauptergebnisträger sei das Schaden/Unfall-Geschäft gewesen, aber auch das Ergebnis der Dresdner Bank habe über den Erwartungen der Analysten gelegen. Das Leben/Kranken-Segment habe bei den Prämieneinnahmen enttäuscht, dank einer verbesserten Effizienz habe aber das operative Ergebnis gesteigert werden können. Der Buchgewinn aus dem Verkauf von Four Seasons in Höhe von 300 Mio. Euro sei erwartet worden.
Der Geschäftsbereich Schaden/Unfall habe von einer sehr vorteilhaften Schadensentwicklung profitiert, was zu einer Verbesserung der Combined-Ratio auf 90,2% (Vorjahr 98,7%) geführt habe. Die stärksten Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr hätten erwartungsgemäß Fireman’s Fund und Allianz Global Corporate & Specialty verzeichnen können, da Großschäden durch Hurrikans in diesem Jahr ausgeblieben seien. Die Wachstumsregionen Neues Europa und Asia-Pacific hätten erneut ein zweistelliges Prämienwachstum aufweisen können.
Eine verbesserte Effizienz und ein deutliches Wachstum der Assets under Management hätten zu einer Steigerung des operativen Gewinns im Bereich Leben/Kranken geführt. Die Prämieneinnahmen seien jedoch stark rückläufig gewesen, was vor allem auf ein schwaches Vertriebsergebnis in den USA und Italien zurückzuführen sei. In den USA werde Allianz Life zukünftig mit der Sachversicherungstochter Fireman’s Fund unter einer Holding zusammengefasst, um die Corporate Governance zu verbessern. Das Produktangebot solle verbessert und neue Vertriebskanäle erschlossen werden.
Das Bankgeschäft - also vor allem die Dresdner Bank - habe von einer verbesserten Effizienz und weiteren Auflösungen von Rückstellungen für Kreditausfälle profitiert. Bewertungseffekte resultierend aus der IAS-39-Vorschrift hätten das Handelsergebnis mit 79 Mio. Euro belastet, während der Zinsüberschuss mit 44 Mio. Euro davon profitiert habe. Die Mittelzuflüsse im Asset Management hätten sich auf 9,7 Mrd. Euro (Q2 2006: 1,2 Mrd. Euro) erholt, vor allem getragen von der Fixed-Income-Seite.
Das Schlussquartal werde von drei Sondereffekten betroffen sein: Für die Dresdner Bank werde ein Restrukturierungsaufwand von 350 Mio. Euro verbucht werden. Der Buchgewinn aus der ICBC-Beteiligung in Milliardenhöhe werde das Eigenkapital erhöhen. Schließlich würden sich die Minderheitenanteile am Jahresüberschuss um 40-45 Mio. Euro reduzieren, da RAS mittlerweile mit der Allianz vollständig verschmolzen worden sei.
Die zahlreichen Effizienz- und Wachstumsprogramme sollten einen guten Schutz vor dem zunehmenden Konkurrenzdruck vor allem im Schaden/Unfall- und Bankgeschäft bieten. Die volle Wirkung dieser Initiativen werde sich erst 2008 voll entfalten, daher würde man weiteres Potenzial für den Aktienkurs sehen. Die Analysten hätten ihre EPS-Schätzungen angepasst und würden nun erwarten: 2006e: 14,77 Euro (13,66 Euro) - 2007e: 14,23 Euro (13,12 Euro) - 2008e: 14,54 Euro (13,90 Euro).
Die Analysten der LRP bestätigen ihr "Outperformer"-Rating für die Allianz-Aktie. Das neue Kursziel laute 165 Euro (157 Euro), die Analysten würden damit die Aktie mit einem Kurs-NAV-Multiple von 1,7 und einem KGV von 11,6, basierend auf ihren 2007-Schätzungen, bewerten. (06.11.2006/ac/a/d)
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