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Mo, 27. April 2026, 9:37 Uhr

ALLG.ALPENWASSER AG

WKN: 503830 / ISIN: DE0005038301

Allg. Alpenwasser fair bewertet


17.04.01 00:00
Baader Bank

Die Analysten der Baader Wertpapierhandelsbank sehen die Aktien der Allgäuer Alpenwasser AG (WKN 503830) als „äußerst fair bewertet“ an.

Die Allgäuer Alpenwasser AG zähle zu denjenigen der rund 240 deutschen Brunnenbetriebe, die es als mittelständisches Unternehmen geschafft haben, einen überregionalen Markennamen aufzubauen. Allgäuer Alpenwasser fahre eine Zwei-Marken-Strategie mit zwei unterschiedlichen Zielgruppen. Dabei profitiere man zusätzlich vom positiven Image des Allgäus als Urlaubs- und Erholungsregion.

Als einer der ersten Brunnenbetriebe in Deutschland habe man den Trend zu Wasser ohne Kohlensäure erkannt und als einer der ersten Wasser in superleichten, unzerbrechlichen 1,5 Liter PET-Mehrwegflaschen angeboten. Die Gesellschaft verfüge über zwei erschlossene Quellgrundstücke und besitze die Wasserrechte für ein rund 80.000 qm großes Gebiet zwischen Großem Alpsee und Oberstaufen. Bereits seit 1907 würden die acht Quellen am 1.200 m hoch gelegenen Himmeleck südlich von Thalkirchdorf wirtschaftlich genutzt.

Die gesamte Quellschüttung liege bei rund 2,5 Liter pro Sekunde. Das Wasser gelange durch eine unterirdische Pipeline direkt in die Produktionsstätte und bilde die Basis für das Tafelwasser STOLZENBACHER GEBIRGSWASSER, welches bereits seit 30 Jahren im Handel sei. Ein zweites Quellgebiet liege ebenfalls in Sichtweite des Unternehmens und sei im Jahre 1996 erschlossen worden.

Die sogenannte ALLGÄU-Quelle in Thalkirchdorf sei die erste Mineralwasser-Quelle im Landkreis Oberallgäu und liefere aus über 100 m Tiefe sauberstes Wasser, welches die Gütekriterien für die Anerkennung als „Natürliches Mineralwasser“ voll erfülle. Mit ALLGÄUER Natürliches Mineralwasser und verschiedenen ALLGÄUER Mineralwasser-Limonaden sei man seit 1997 am Markt vertreten. Sämtliche Getränke würden auf einer eigenen Abfüllanlage am Standort Oberstaufen-Wiedemannsdorf hergestellt und verpackt. Der betriebsnotwendige Strom komme aus einer zum Unternehmen gehörenden kleinen Wasserkraftanlage mit Turbine.

Ein eigener, kostenintensiver Fuhrpark werde nicht unterhalten. Die Auslieferung an den Getränkefach- und Lebensmitteleinzelhandel erfolge ausschließlich über Spediteure oder per Abholung. Die Kursentwicklung der Alpenwasser-Aktie seit dem Börsengang am 14. Juli 1998 sei für alle Beteiligten zunächst enttäuschend verlaufen. Nach dem Debüt am Prädikatsmarkt der Bayerischen Börse in München sei es um die Aktie immer ruhiger geworden, obwohl mit ansprechenden Quartalsberichten regelmäßig über die Geschäftsentwicklung informiert würden. Doch sowohl hinsichtlich Umsatz als auch Ergebnis habe man die beim Börsengang gehegten Erwartungen nicht erfüllen können.

Während die Staatliche Mineralbrunnen AG mit mehr als dem Achtfachen des Umsatzes bewertet werde, würden die Aktien der Brau und Brunnen AG lediglich 10% des Umsatzes liegen. Die Ursachen für die starken Abweichungen mögen in der Umsatz- und Dividendenrendite, aber auch in der Aktionärsstruktur zu suchen sein. Ein durchschnittliches Branchen-KUV lasse sich unter den gegebenen Umständen nicht sinnvoll berechnen. Beim aktuellen Kurs bewege sich die Alpenwasser-Aktie auf einem Preisniveau des süddeutschen Mitbewerbers Mineralbrunnen Überkingen-Teinach und erscheine folglich als äußerst fair bewertet.

Die Aktie der Allgäuer Alpenwasser AG sei ein klassischer Konsumwert der Old Economy. Ihr Reiz stecke primär in der Übernahmephantasie, denn nach Erreichen der Gewinnschwelle stelle das Unternehmen für strategische Partner wieder einen erhöhten Kaufanreiz dar. Von besonderem Interesse dürften dabei die unverbrauchten Markennamen sowie die unbefristeten Wasserrechte sein. Altaktionäre sollten in der jetzigen Phase des Aufschwungs unbedingt am Ball bleiben.





 
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