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Di, 21. April 2026, 7:42 Uhr

Aktienmarkt Wochenvorschau


29.10.01 14:13
Fritz Nols Global Equity

Seit dem starken Kurseinbruch im Zusammenhang mit den schrecklichen Anschlägen in den USA schienen die Märkte nur auf Erholungskurs zu sein, so dass der DAX das Niveau von Anfang September wieder erreichen konnte, berichten die Analysten von Fritz Nols Global Equity.

Obwohl die Konjunkturaussichten für Deutschland von den sechs führenden Wirtschaftsforschungsinstituten auf nunmehr ca. 0,75% für 2001 zurückgenommen worden seien, hätten die Aktienmärkte von diesen düsteren Prognosen scheinbar keine Notiz genommen. Auch die Unsicherheiten aufgrund der Kriegsereignisse gegen Afghanistan stünden nicht mehr so sehr im Fokus der Anleger wie noch vor wenigen Wochen.

Vielmehr richte sich der Blick jetzt stärker auf die Ergebnismeldungen der Unternehmen. In Deutschland hätten neben SAP DaimlerChrysler und HypoVereinsbank ihre Zahlen für das dritte Quartal bekannt gegeben. In der nächsten Woche stünden Quartalszahlen von Volkswagen, Telekom, Fresenius Medical Care, Metro und Deutsche Bank an. Es sei davon auszugehen, dass die ernüchternden Zahlen der HypoVereinsbank eine recht gute Indikation für die noch folgenden Zahlen der Branche gäben.

Seit dem 21. September habe der DAX eine beeindruckende Kurserholung verzeichnet, an der jedoch anscheinend nicht genügend Investoren teilgenommen hätten. Es sehe so aus, als ob der DAX sich mit der Überwindung des Widerstandes bei ca. 4.800 Punkten schwer tue und das sich anschließende Kursziel von 5.000 bis 5.100 Punkte nur zögerlich erreiche. Den Märkten sei zu Gute zu halten, dass sie weiterhin von der massiv vorhandene Liquidität getragen würden.

Auch von Seiten der EZB könne der Markt auf Unterstützung hoffen. So sei am 08. November mit einer Zinssenkung seitens der Europäischen Zentralbank um 25 Basispunkte zu rechnen, was einen positiven Einfluss auf die Aktienmärkte haben sollte. Weiterhin stünden in der nächsten Woche eine Reihe wichtiger und marktbeeinflussender Konjunkturindikatoren in den USA an. So werde am Dienstag das Verbrauchervertrauen bekannt gegeben. Am Mittwoch stehe das Bruttoinlandprodukt und der Einkaufsmanagerindex auf dem Programm. Die Arbeitsmarktdaten und Auftragseingänge würden am Freitag die Woche beenden. Hier werden bis dato durchweg schwächere Daten erwartet, was sich in den Aktienkursen widerspiegeln dürfte, so die Analysten von Fritz Nols Global Equity.