Aktienmärkte legten Verschnaufpause ein
29.07.09 15:21
Bankhaus Ellwanger & Geiger
Stuttgart (aktiencheck.de AG) - Nachdem die Aktienmärkte in den letzten Tagen neue Jahreshöchstkurse erreichten, kam es nun zu einer Verschnaufpause, da die US-Konjunkturdaten schwächer ausfielen als erwartet, berichten die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.
Umso mehr rücke nun die Veröffentlichung des Beige Book der US-Notenbank in den Mittelpunkt, denn daraus werde ersichtlich, wie es um den weiteren Verlauf der US-Wirtschaft stehe. Bei der Veröffentlichung der Zahlen aus dem zweiten Quartal hätten die Unternehmen ein unterschiedliches Bild gezeigt. Viele hätten rückblickend mit Positivem überraschen können, aber auf die kommenden Quartale angesprochen sich die Gesellschaften skeptisch gezeigt. Das sei durch alle Branchen gegangen, sei es nun die große Risikovorsorge der Deutschen Bank, die negativ beeinflusst habe, oder die Enttäuschung für den Ölkonzern BP, und selbst der Pharmabereich sei nicht ausgenommen geblieben mit dem negativen Ergebnis von Merck.
Auch wenn sich die Analysten wieder mit Unternehmensbewertungen überbieten würden, die sie hoch- oder runterstufen würden, würden die Aktienmärkte zurzeit insgesamt ein überkauftes Bild zeigen. Der DAX sei nun mehrmals an seiner 5.300-Punkte-Marke gescheitert, Rückschlagsgefahr bestehe bis 5.000 Punkte. Sollte diese wirklich nicht halten, wäre die alte Unterstützungslinie von 4.750 Punkten schnell erreicht.
Der EURO STOXX 50 habe nach Überschreiten der 2.200-Punkte-Marke theoretisch Luft bis 2.400 Punkte, wahrscheinlicher sei aber ein Rückschlag auf die 2.150-Punkte-Marke. Der Dow-Jones-Index liege oberhalb seiner Linie von 9.000 Punkten. Sollte er sich dort halten können, wäre ein weiterer Anstieg bis 9.500 Punkte möglich, ansonsten würde wieder die alte Unterstützungslinie von 8.800 Punkten eintreten.
Der weltweite Impulsgeber, die US-Wirtschaft, zeige mit ihrem eingetrübten Konsumentenverhalten, dass wir uns zwar am Ende einer Rezession befinden würden, aber nicht vor einem so starken Aufschwung, wie die internationalen Aktienmärkte dies bereits schon vorweggenommen hätten. Das Zugpferd, die US-Konjunktur, stehe also nicht mehr zur Verfügung und werde von weiter steigenden Arbeitslosenzahlen eingeholt. Diese Unsicherheitsfaktoren scheinen die Anleger zurzeit nicht wahrnehmen zu wollen, die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.
Die Aussagen, dass die Rezession beendet sei, stünden bei den Käufern im Vordergrund. Bestärkt würden die Investoren durch jedes Unternehmen, das mit positiveren Zahlen aufwarte als erwartet worden sei. Damit werde der Druck auf die Fondsmanager erhöht, Performance zu generieren und ebenfalls in den Markt einzusteigen, so dass es durchaus denkbar sei, dass die 5.300er-DAX-Marke überschritten werden könne und somit in Richtung 5.500 Punkte voranschreite.
Dieses Szenario widerspreche sich nicht mit der Tatsache, dass aufgrund einer klaren Überkauft-Situation ein Rückgang vorprogrammiert sei, nur der Zeitpunkt bleibe offen. Man sehe keine Notwendigkeit, von der Vorgehensweise der Analysten abzuweichen, das heiße die gesamte konjunkturelle Lage entspreche nicht den starken Kursanstiegen, Investoren sollten weiter ansteigende Aktienkurse eher für einen Abbau nutzen.
Somit bleibe die Börse ein Spielball für den kurzfristig orientierten Anleger, der Tagesverwerfungen ausnutzen möchte. Mittelfristig würden die konjunkturunabhängigen Branchen profitieren, Energie, Gesundheitswesen/Medizintechnik und Versorger. (29.07.2009/ac/a/m)
Umso mehr rücke nun die Veröffentlichung des Beige Book der US-Notenbank in den Mittelpunkt, denn daraus werde ersichtlich, wie es um den weiteren Verlauf der US-Wirtschaft stehe. Bei der Veröffentlichung der Zahlen aus dem zweiten Quartal hätten die Unternehmen ein unterschiedliches Bild gezeigt. Viele hätten rückblickend mit Positivem überraschen können, aber auf die kommenden Quartale angesprochen sich die Gesellschaften skeptisch gezeigt. Das sei durch alle Branchen gegangen, sei es nun die große Risikovorsorge der Deutschen Bank, die negativ beeinflusst habe, oder die Enttäuschung für den Ölkonzern BP, und selbst der Pharmabereich sei nicht ausgenommen geblieben mit dem negativen Ergebnis von Merck.
Auch wenn sich die Analysten wieder mit Unternehmensbewertungen überbieten würden, die sie hoch- oder runterstufen würden, würden die Aktienmärkte zurzeit insgesamt ein überkauftes Bild zeigen. Der DAX sei nun mehrmals an seiner 5.300-Punkte-Marke gescheitert, Rückschlagsgefahr bestehe bis 5.000 Punkte. Sollte diese wirklich nicht halten, wäre die alte Unterstützungslinie von 4.750 Punkten schnell erreicht.
Der weltweite Impulsgeber, die US-Wirtschaft, zeige mit ihrem eingetrübten Konsumentenverhalten, dass wir uns zwar am Ende einer Rezession befinden würden, aber nicht vor einem so starken Aufschwung, wie die internationalen Aktienmärkte dies bereits schon vorweggenommen hätten. Das Zugpferd, die US-Konjunktur, stehe also nicht mehr zur Verfügung und werde von weiter steigenden Arbeitslosenzahlen eingeholt. Diese Unsicherheitsfaktoren scheinen die Anleger zurzeit nicht wahrnehmen zu wollen, die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.
Die Aussagen, dass die Rezession beendet sei, stünden bei den Käufern im Vordergrund. Bestärkt würden die Investoren durch jedes Unternehmen, das mit positiveren Zahlen aufwarte als erwartet worden sei. Damit werde der Druck auf die Fondsmanager erhöht, Performance zu generieren und ebenfalls in den Markt einzusteigen, so dass es durchaus denkbar sei, dass die 5.300er-DAX-Marke überschritten werden könne und somit in Richtung 5.500 Punkte voranschreite.
Dieses Szenario widerspreche sich nicht mit der Tatsache, dass aufgrund einer klaren Überkauft-Situation ein Rückgang vorprogrammiert sei, nur der Zeitpunkt bleibe offen. Man sehe keine Notwendigkeit, von der Vorgehensweise der Analysten abzuweichen, das heiße die gesamte konjunkturelle Lage entspreche nicht den starken Kursanstiegen, Investoren sollten weiter ansteigende Aktienkurse eher für einen Abbau nutzen.
Somit bleibe die Börse ein Spielball für den kurzfristig orientierten Anleger, der Tagesverwerfungen ausnutzen möchte. Mittelfristig würden die konjunkturunabhängigen Branchen profitieren, Energie, Gesundheitswesen/Medizintechnik und Versorger. (29.07.2009/ac/a/m)
