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Mo, 27. April 2026, 3:06 Uhr

Aktienmärkte im Jahr 2002


13.12.01 12:36
Dresdner Bank

Die Aktienmärkte im Euro-Raum sowie in den USA präsentieren sich derzeit fest, berichten die Analysten der Dresdner Bank.

Gegenüber dem 10, September habe beispielsweise der DJ Euro STOXX50 um rund 9% und der DAX 30 um aber 10% zugelegt. Aktienmarktindizes seien eine Projektion der zukünftigen wirtschaftlict1en Entwicklung in die Gegenwart. Eine Aktienmarktprognose für 2002 basiere folglich auf dem Umfeld der weiteren realwirtschaftlichen und monetären Entwicklung im Euro- Raum und den USA.

Die Analysten der Dresdner Bank erwarten eine deutliche konjunkturelle Belebung im Euro-Raum für die zweite Jahreshälfte 2002: Bereits im dritten Quartal sei eine BIP- Steigerungsrate von reichlich 1,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal zu erwarten, für das vierte Quartal sogar eine Steigerung der wirtschaftlichen Leistung um fast 3% gegenüber Q4 dieses Jahres. Dieser Konjunkturausblick liefere im Umfeld vergleichsweise geringer Zinsen am kurzen und langen Ende ein günstiges Potenzial für eine weitere Aktienmarkterholung in den ersten beiden Quartalen des Jahres 2002. Der DJ Euro STOXX50 sollte in Antizipation dieser Konjunkturdynamik bis Mitte des Jahres die Marke von 4200 (DAX: 5700) überspringen.

Allerdings sei zu erwarten, dass sich die Unternehmensgewinne, insbesondere in den USA, angesichts der weiterhin schwachen Kapazitätsauslastung zunächst nur moderat verbessern würden. Die Entwicklung des Fundamentalfaktors Unternehmensgewinne sei den vorauseilenden Aktienkursen gegenüberzustellen. Steigende Kurs-Gewinnverhältnisse wären die Folge. Überdies müsse von einem Anziehen der Kurz- und Langfristzinsen im zweiten Halbjahr 2002 dies-- und jenseits des Atlantiks ausgegangen werden. Die zweite Jahreshälfte dürfte infolgedessen an den Effektenmärkten mit einer weniger dynamischen Entwicklung verbunden sein als im ersten Halbjahr.

Allerdings bestehe die Gefahr, dass die Aktienmärkte in der zweiten Jahreshälfte technisch bedingt in eine Überbewertungsphase geraten würden. In einer solchen Situation könnten Kursrückschläge nicht ausgeschlossen werden. Die Analysten der Dresdner Bank erwarten insgesamt eine merkliche Erholung in den Aktienmärkten im ersten Halbjahr 2002. Für die zweite Jahreshälfte könne aus heutiger Sicht von :der Fortsetzung dieses Aufwärtstrends nicht ausgegangen werden.