Advanced Medien verkaufen
19.06.01 09:10
Brokerworld-Online
Die Wertpapierexperten von Brokerworld-Online stufen die Aktien der Advanced Medien AG (WKN 509300) weiterhin mit verkaufen ein.
Advanced Medien, im Lizenzhandel und in der Co-Finanzierung von Spielfilmen tätig, sei eines der inzwischen nicht mehr unüblichen Beispiele aus der Medienbranche. Mit hochgesteckten Zielen vor zwei Jahren an den Neuen Markt gekommen, sei das Unternehmen von der Realität eingeholt worden und mit ihm die Anleger. Die Erstnotiz des Lizenzhändlers sei am 06.08.99 gewesen. Nach einem Emissionspreis von 5,60 Euro habe der erste Börsenpreis bei 14,50 Euro gelegen. In der Spitze habe es das Unternehmen bis auf über 18 Euro geschafft– kurz nach der Emission. Ab dann sei es nahezu stetig bergab gegangen. Das negative Börsenumfeld sei nicht ganz schuldlos gewesen, aber schlechte Zahlen und revidierte Planungen hätten ihr übriges getan. Trauriges Highlight und bislang auch die letzte Hiobsbotschaft seien die Jahreszahlen für das vergangene Jahr gewesen. Nachdem im Februar schon mal vorgewarnt worden sei, die revidierten Planungen könnten nicht eingehalten werden und es würde ein zweistelliger Millionenverlust bekannt gegeben, hätten die tatsächlichen Zahlen in einem Bereich gelegen, mit dem wohl niemand gerechnet habe.
Mit einem Umsatz von 27,9 Mio. DM sei ein Konzernverlust von 71,8 Mio. DM realisiert worden. Doch inzwischen habe sich im Unternehmen einiges getan. Zunächst seien personelle Veränderungen vorgenommen worden. So seien Anfang März drei neue Aufsichtsratsmitglieder bestellt worden, die alle mit dem Großaktionär e-m-s Media in Verbindung zu bringen seien. Der neu geordnete Aufsichtsrat habe nur wenige Tage später den Vorstandsvorsitzenden der Advanced Medien abberufen und habe einen neuen Finanzvorstand ernannt. Über die weitere Zusammensetzung werde der Aufsichtsrat in naher Zukunft entscheiden, habe es geheißen. Zwei Monate später sei der Vorstand Finanzen zum Vorstandssprecher berufen und ihm damit das Vertrauen des Aufsichtsrates ausgesprochen worden.
Als nächstes sei die angespannte Liquiditätssituation angegangen worden. Ebenfalls Anfang März seien 1,33 Mio. neue Aktien an institutionelle Investoren ausgegeben worden. Mit den der Gesellschaft zufließenden 7,8 Mio. DM dürften die dringendsten finanziellen Probleme zunächst einmal aus der Welt geschafft sein. Anfang Mai habe Advanced dann bekannt geben, dass das Unternehmen den US-Hit "Heartbreakers" in die deutschen Kinos bringe. Der Kinofilm sei in des USA wochenlang in den Top-Ten gewesen und habe dort bis dato ein Einspielergebnis von über 40 Mio. Dollar eingebracht. Sowohl in Deutschland als auch in Österreich sei "Heartbreakers" auf Platz 2 der Kinocharts gestartet. Advanced Medien habe sich durch die Co-Finanzierung weltweit eine Gewinnbeteiligung von 20% gesichert. Damit dürfte sich auch im operativen Geschäft eine Trendwende abzeichnen.
Was jetzt noch fehle seien Zahlen, die in dieses Bild hinein passen würden. Advanced Medien werde die Zahlen für das erste Quartal am 28. Juni veröffentlichen. In einem Interview mit Brokerworld-Online habe der Finanzvorstand jedoch gesagt, dass das erste Quartal unspektakulär verlaufen sei und er eine Verbesserung frühestens ab dem zweiten Quartal erwarte. Weiter habe er sich nicht äußern wollen. Die sei verständlich, nachdem alle Planungen im vergangenen Jahr verrissen worden seien. Weil der Beweis noch ausstehe, dass mit dem katastrophalen Ergebnis 2000 das Zahlenwerk auch wirklich bereinigt sei, bleibe der Wert für die Analysten auf verkaufen. Diesen Beweis würden nur die Zahlen selbst liefern können. Seien diese Ende Juni im Rahmen, könne der Wert bei einem derzeitigen Kurs von 0,80 Euro schnell ausbrechen.
Somit belassen die Börsenkenner von Brokerworld-Online die Aktien von Advanced Medien auf verkaufen.
Advanced Medien, im Lizenzhandel und in der Co-Finanzierung von Spielfilmen tätig, sei eines der inzwischen nicht mehr unüblichen Beispiele aus der Medienbranche. Mit hochgesteckten Zielen vor zwei Jahren an den Neuen Markt gekommen, sei das Unternehmen von der Realität eingeholt worden und mit ihm die Anleger. Die Erstnotiz des Lizenzhändlers sei am 06.08.99 gewesen. Nach einem Emissionspreis von 5,60 Euro habe der erste Börsenpreis bei 14,50 Euro gelegen. In der Spitze habe es das Unternehmen bis auf über 18 Euro geschafft– kurz nach der Emission. Ab dann sei es nahezu stetig bergab gegangen. Das negative Börsenumfeld sei nicht ganz schuldlos gewesen, aber schlechte Zahlen und revidierte Planungen hätten ihr übriges getan. Trauriges Highlight und bislang auch die letzte Hiobsbotschaft seien die Jahreszahlen für das vergangene Jahr gewesen. Nachdem im Februar schon mal vorgewarnt worden sei, die revidierten Planungen könnten nicht eingehalten werden und es würde ein zweistelliger Millionenverlust bekannt gegeben, hätten die tatsächlichen Zahlen in einem Bereich gelegen, mit dem wohl niemand gerechnet habe.
Als nächstes sei die angespannte Liquiditätssituation angegangen worden. Ebenfalls Anfang März seien 1,33 Mio. neue Aktien an institutionelle Investoren ausgegeben worden. Mit den der Gesellschaft zufließenden 7,8 Mio. DM dürften die dringendsten finanziellen Probleme zunächst einmal aus der Welt geschafft sein. Anfang Mai habe Advanced dann bekannt geben, dass das Unternehmen den US-Hit "Heartbreakers" in die deutschen Kinos bringe. Der Kinofilm sei in des USA wochenlang in den Top-Ten gewesen und habe dort bis dato ein Einspielergebnis von über 40 Mio. Dollar eingebracht. Sowohl in Deutschland als auch in Österreich sei "Heartbreakers" auf Platz 2 der Kinocharts gestartet. Advanced Medien habe sich durch die Co-Finanzierung weltweit eine Gewinnbeteiligung von 20% gesichert. Damit dürfte sich auch im operativen Geschäft eine Trendwende abzeichnen.
Was jetzt noch fehle seien Zahlen, die in dieses Bild hinein passen würden. Advanced Medien werde die Zahlen für das erste Quartal am 28. Juni veröffentlichen. In einem Interview mit Brokerworld-Online habe der Finanzvorstand jedoch gesagt, dass das erste Quartal unspektakulär verlaufen sei und er eine Verbesserung frühestens ab dem zweiten Quartal erwarte. Weiter habe er sich nicht äußern wollen. Die sei verständlich, nachdem alle Planungen im vergangenen Jahr verrissen worden seien. Weil der Beweis noch ausstehe, dass mit dem katastrophalen Ergebnis 2000 das Zahlenwerk auch wirklich bereinigt sei, bleibe der Wert für die Analysten auf verkaufen. Diesen Beweis würden nur die Zahlen selbst liefern können. Seien diese Ende Juni im Rahmen, könne der Wert bei einem derzeitigen Kurs von 0,80 Euro schnell ausbrechen.
Somit belassen die Börsenkenner von Brokerworld-Online die Aktien von Advanced Medien auf verkaufen.
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